Nachtrag der vergangenen Wochen - 2. Teil
All England Open:
Anfang März ging es in diesem Jahr wieder nach England, genauer gesagt nach Birmingham, wo alljährlich das prestigeträchtigste Badmintonturnier der Welt ausgetragen wird: Die All England Open Championships. Der Stellenwert dieses Super Series Turniers lässt sich durchaus mit dem von „Wimbledon“ im Tennis vergleichen. ALLE Spitzenspieler, das heißt natürlich auch sämtliche asiatische Topstars, kämpfen hier jedes Jahr um den Titel. Daher konnte ich mich glücklich schätzen im Herrendoppel zusammen mit Ingo einen Platz im 32er-Hauptfeld zu ergattern. Im gemischten Doppel qualifizierte uns die Weltranglistenplatzierung von Anne und mir leider noch nicht ganz fürs Hauptfeld und wir mussten in die Qualifikationsrunde.
Bei den „All England“ wimmelt es aber bereits in den Qualifikationsrunden am Dienstag nur so von sehr guten Spielern und so standen wir in der ersten Runde einer uns unbekannten koreanischen Paarung gegenüber. Trotz einer ordentlichen Leistung kamen Anne und ich nicht über ein 16:21/16:21 hinaus. Mit etwas mehr Geduld im Spielaufbau wäre allerdings noch mehr drin gewesen. Die Leistungsstärke unserer Bezwinger konnten wir schließlich im weiteren Turnierverlauf erkennen. Die koreanische Kombination Ko/Ha spielte sich aus der Qualifikation nämlich bis ins Finale der All England vor. Insofern können wir rückblickend mit unserer Leistung wirklich zufrieden sein.
Im Herrendoppel stiegen Fuchs/Kindervater dann am Mittwoch, den 4. März ins Geschehen ein. Das Los bescherte uns eine Erstrundenpartie gegen die dänischen Qualifikanten Bonde/Delbo. Nach einigen Auftaktschwierigkeiten konnten wir den ersten Durchgang knapp in der Verlängerung für uns entscheiden. Im zweiten Satz kamen wir dann immer besser in die Partie und konnten diese schließlich mit 23:21/21:13 für uns entscheiden. Die zweite Runde eines der wichtigsten Turniere der Welt war damit erreicht.
In der Runde der letzten 16 wartete dann die an Position fünf gesetzte Kombination Boe/Mogensen, ebenfalls aus Dänemark. Zu Beginn des Spiels konnten wir gut mithalten und vor allem die gefürchteten ersten drei Schläge der Dänen häufig zu unseren Gunsten entscheiden. Lohn dafür war eine 17:15-Führung im ersten Durchgang. Allerdings hat es für uns nicht gereicht, den ersten Satz zu gewinnen und wir verloren diesen noch mit 18:21. Im zweiten Satz fanden unsere Gegenüber immer besser zu ihrem Spiel und auf unserer Seite häuften sich die Fehler. Dementsprechend verlief dann auch der zweite Durchgang: 21:11 für die Dänen.
Mit der von uns gezeigten Leistung können Ingo und ich, besonders im ersten Satz dennoch zufrieden sein. Unser Ziel muss es jetzt sein, darauf aufzubauen und in den folgenden Partien gegen vermeintlich stärkere Gegner bis zum Ende unser bestes Badminton zu zeigen, damit wir schließlich auch Sätze bzw. Begegnungen gewinnen können.
Am Donnerstag Abend inspizierten wir gemeinsam mit den übrigen deutschen Herren sowie unserem Bundestrainer noch kurz eine der vielgepriesenen englischen Bars, bevor wir am Freitag morgen wieder in Richtung Deutschland aufbrachen.
Swiss Open:
Die Geschichte meiner Swiss Open 2009 ist relativ schnell erzählt. Etwas kränkelnd reiste ich zusammen mit Anne am Dienstag, den 10. März, also in der Woche nach den All England, von Saarbrücken aus nach Basel. Fast alle asiatischen Topspieler, die anlässlich der All England nach Europa kommen, treten dann auch beim zweiten europäischen Super Series des Jahres in der Schweiz an. Somit ist das Turnier in Basel eines der stärksten Turniere Europas.
Im Gegensatz zu den All England stand ich in Basel in meinen beiden Disziplinen, also auch im gemischten Doppel, direkt im Hauptfeld. Wir bekamen es in der ersten Mixed-Runde mit den Russen Nikolaenko/Vislova zu tun. Gesundheitlich etwas angeschlagen unterlagen wir jedoch relativ klar in zwei Sätzen.
Am späten Mittwoch Abend standen wir im Herrendoppel der aufstrebenden englischen Paarung Blair/Adcock gegenüber. Aufgrund einer sehr disziplinierten und taktisch guten Leistung gewannen Ingo und ich den ersten Durchgang mit 21:13 und führten auch im zweiten Satz mit 17:13. Doch Mitte des zweiten Satzes begannen bei mir aufgrund der gesundheitlichen Probleme die Kräfte zu schwinden. Ich kam immer später an die Bälle und machte mehr und mehr Fehler. So gaben wir den zweiten Durchgang trotz der eigentlich relativ komfortablen Führung noch mit 18:21 ab und unterlagen schließlich auch im dritten Satz mit 15:21. Extrem frustriert ob der Niederlage traten wir noch am selben Abend die Heimreise nach Saarbrücken an.
Mein Arztbesuch am Donnerstag morgen bestätigte dann meine Vermutung eines leichten Infekts und brachte mir einige Tage Pause ein. Schlimmer als der Infekt schmerzte jedoch unsere unglückliche und unnötige Niederlage.
Fortsetzung des Nachtrags folgt…
