Schlagwort: Bundesliga

Nachtrag der vergangenen Wochen – 5. und letzter Teil

Länderspiel Deutschland : Polen 4:1

In der letzten April-Woche, kurz vor dem großen Bundesliga-Finale stand für mich noch ein Freundschaftsländerspiel gegen Polen auf dem Programm. Die Partie in Landshut stand ganz im Zeichen von Huaiwen Xu, die dort ihr letztes Länderspiel auf deutschem Boden bestritten hat.

Gegen eine junge polnische Mannschaft, die ohne ihre „Stars“ Wacha, Mateusiak und Logosz antraten, konnten wir von Anfang an punkten . Das Mixed Schöttler/Overzier brachte uns direkt in mit 1:0 in Führung. Marc Zwiebler konnte sein Herreneinzel ebenfalls sicher gewinnen und unseren Vorsprung auf 2:0 ausbauen. Ingo und ich traten dann im Herrendoppel gegen das zweite polnische Doppel Cwalina/Szkudlarczyk an. Im ersten Durchgang dominierten wir die Begegnung und gewannen klar mit 21:14. Im zweiten Satz ließen wir dann die Zügel etwas schleifen und die Polen etwas mehr zur Entfaltung kommen. Diese sicherten sich dann auch den zweiten Durchgang mit 21:17. Zu Beginn des dritten Satzes fanden wir jedoch wieder zur alten Form zurück und siegten schließlich mit 21:14.  Das brachte uns mit 3:0 uneinholbar in Front.  Das deutsche Damendoppel Overzier/Marinello sorgte im Anschluß sogar für das 4:0, bevor Huaiwen Xu zum letzten Mal in Deutschland im Trikot unserer Nationalmannschaft auflaufen sollte. Gegen die stark aufspielende Olga Konon reichte es im ersten Satz noch zu einem 21:15, dann schwanden aber die Kräfte von Huaiwen. Im zweiten und dritten Satz musste sie zwar ihrer Gegnerin den Vortritt lassen, aber vom Publikum wurde sie zum Abschied trotzdem gefeiert.  

 

Bundesliga Play-Off-Finale – 1. BC Saarbrücken – Bischmisheim : EBT Berlin 

Nach einer langen Bundesligasaison stand am ersten Wochenende im Mai das Play-Off-Finale auf dem Programm. Mit dem 1. BC Saarbrücken – Bischmisheim konnte ich ja bereits in den vergangenen drei Jahren den Titel gewinnen und wir wollten natürlich auch in dieser Saison wieder ganz nach oben! Zumal es die letzte Saison mit unserem „altbewährten“ Team war. Einige Spieler werden ihre leistungssportliche Karriere beenden (Huaiwen Xu) bzw. ihren Beruf in den Vordergrund stellen (Johanna Persson, Jochen Cassel und Roman Spitko) und daher sportlich wohl etwas kürzer treten. Sozusagen „zum Abschied“ wollten wir also unbedingt noch mal Deutscher Mannschaftsmeister werden. Allen war jedoch klar, dass die SG EBT Berlin ein harter Brocken sein würde. Schließlich konnten sich die Hauptstädter vor der Saison abermals sehr gut verstärken und mit Wong Choong Hann einen absoluten Weltklassespieler in die Bundesliga holen. So wurden beide Begegnungen zwischen BCB und EBT zu einer extrem knappen Angelegenheit mit Badminton auf höchstem Niveau. Meiner Meinung nach war dieses Finale eine tolle Werbung für unseren Sport!

Hinspiel: EBT : BCB   3:5

Zu unserem 5:3 Auswärtserfolg in Berlin konnte ich zum Auftakt direkt einen Punkt beisteuern. Zusammen mit Kristof Hopp bestritt ich das erste Herrendoppel gegen den Polen Michal Logosz (aktuelle Nr. 9 der Weltrangliste im Herrendoppel) und Wong Choong Hann (aktuelle Nr. 11 der Weltrangliste im Herreneinzel). Kristof und ich lieferten ein super Spiel ab und brachten unser Team dank eines 21:17/21:11 mit 1:0 in Führung. Die Berliner konnten in der Folge dann das Damendoppel sowie das zweite Herrendoppel gewinnen und somit ihrerseits mit 2:1 in Führung gehen. Diese baute Wong im ersten Herreneinzel sogar auf 3:1 aus. Doch dann schlugen wir zurück. Mit Huaiwen Xu im Dameneinzel und Hopp/Persson im Mixed konnten wir auf 3:3 ausgleichen, bevor unsere beiden Herreneinzelspezialisten Kestutis Navickas (im zweiten Herreneinzel) und Marcel Reuter (im dritten Herreneinzel) unseren 5:3 -Auswärtssieg perfekt machten.

 

Rückspiel: BCB : EBT  4:4  

Wer am 2. Mai 2009 in der Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken das Rückspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Badminton gesehen hat, wird dies sicherlich so schnell nicht vergessen! Unglaubliche Spannung bis zum allerletzen Satz! Doch der Reihe nach: Kristof und ich machten im ersten Herrendoppel da weiter, wo wir in Berlin aufgehört hatten. 21:11 für uns lautete der erste Durchgang. Allerdings kamen Logosz/Wong immer besser in die Partie und konnten uns in der Folge immer wieder zu Fehlern zwingen. Mit 21:18 ging schließlich der zweite Durchgang an unsere Gäste. In einem absolut hochklassigen dritten Durchgang hielten wir bis kurz vor Schluß mit, mussten unsere Gegner am Ende jedoch mit 21:17 ziehen lassen. 

Dieses 0:1 war der Auftakt zur großen Berliner Aufholjagd. Nachdem die Hauptstädter anschließend sowohl das Damendoppel als auch das zweite Herrendoppel sowie das erste Herreneinzel für sich entscheiden konnten, stand es insgesamt 0:4. In diesem Moment hatte uns sicherlich niemand mehr auf der Rechnung. Aber „unsere“ Huaiwen Xu besiegte in einem hochdramatischen Dameneinzel Juliane Schenk mit 26:24 im dritten Satz und leitete damit die Wende ein. Dieses 1:4 konnte das Mixed Hopp/Persson nämlich umgehend auf 2:4 verkürzen und sorgte so wieder für Hoffnung in unserer Reihen. Es waren abermals Kestutis und Marcel, die im zweiten und dritten Herreneinzel die Nerven behielten, ihre Spiele gewannen und so den 4:4-Endstand herstellten. Dieser bedeutete in der Addition von Hin- und Rückspiel schließlich den 4. Deutschen Mannschaftsmeistertitel des 1. BC Saarbrücken – Bischmisheim!

Danach stand die Halle natürlich Kopf! Es gab eine große Meisterschaftsfeier mit allen Anwesenden und Huaiwen Xu wurde von der ganzen Halle, dem gesamten BCB-Team und den Vertretern des Saarlandes nach ihrem letzten Spiel für den BCB natürlich noch gebührend verabschiedet.

 

Nachtrag der vergangenen Wochen - 3. Teil

Praktikum am sportmedizinischen Institut der Universität des Saarlandes

In der Woche nach den Swiss Open begann ich im Rahmen meines Sportstudiums mein berufsorientierendes Praktikum am sportmedizinischen Institut der Universität des Saarlandes. Dementsprechend wurden die folgenden insgesamt sieben Wochen sehr ausgefüllt: morgens zunächst Training, danach Praktikum und abends nochmal Training.

Dabei möchte ich mich hier nochmals bei meiner Praktikumsstelle bedanken, die sehr sportfreundlich und kulant mit meinen Anwesenheitszeiten war. So bekam ich beispielsweise für internationale Turnierbesuche oder ein Länderspiel schon mal einen oder zwei Tage frei. Außerdem konnte ich trotz des Praktikums normal weiter trainieren.

Das Praktikum selbst war sehr interessant und hat mir viel Spaß gemacht. Hauptsächlich wurde ich dabei als Unterstützung bei den Gesundheitsuntersuchungen bzw. Fitnesstests von diversen Leistungssportlern aus den unterschiedlichsten Sportarten eingesetzt. Auch bei der Leistungsdiagnostik einiger Koronarpatienten durfte ich hautnah dabei sein. Der absolute Höhepunkt des Praktikums war für mich allerdings mein Einsatz bei den Fitnesstests der deutschen U21 Fußball-Nationalmannschaft in der Sportschule Kaiserau.

 

Bundesliga Play-Off: Halbfinale Bischmisheim : Langenfeld

Badmintontechnisch ging es nach den Swiss Open direkt mit den Bundesliga Play-Offs weiter. Mit dem BC Bischmisheim mussten wir im Halbfinale (Hin- und Rückspiel) gegen den FC Langenfeld, einen unserer langjährigen Mitstreiter im Kampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft, ran. Als besser platzierter Club nach der Punkterunde hatten wir die Wahl des Heimrechts und entschieden uns dafür, zuerst auswärts anzutreten. Dies stellte sich im Nachhinein als gute Wahl heraus.

Am Samstag lief in Langenfeld für uns zunächst alles nach Plan: Kristof Hopp und ich konnten im ersten Herrendoppel Björn Joppien und den polnischen Topspieler Wache niederringen und so die 1:0-Führung erspielen. Zeitgleich gewann unser Damendoppel und erhöhte damit auf 2:0. Durch Siege im zweiten Herrendoppel und im Dameneinzel konnten wir schon sehr früh unser Minimalziel von vier Punkten erreichen. Doch es kam noch besser für uns, denn Aravind Bhat, unser Inder im ersten Herreneinzel, spielte ein fantastisches Match und holte den wichtigen fünften Punkt, bevor Marcel Reuter im dritten Herreneinzel sogar auf 6:0 erhöhen konnte. Die abschließenden Partien, Mixed und zweites Herreneinzel, holten sich dann zwar die Langenfelder, aber mit einem 6:2 im Rücken waren wir doch sehr zufrieden und traten optimistisch die Reise nach Saarbrücken an.

Im Rückspiel am nächsten Tag stellten die Langenfelder ihre Herrendoppel um und konnten dadurch auch einen gewissen Effekt erzielen. Sowohl Hopp/Fuchs als auch Spitko/Cassel unterlagen nämlich ihren Langenfelder Konkurrenten und so kam noch mal richtig Spannung in die Begegnung. Aufgrund unserer Stärke im Damenbereich und auch dank unseres tollen Teamgeists erarbeiteten wir uns am Ende noch ein 4:4 und damit den Einzug ins Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

Am ersten Maiwochenende (1. - 3. 5.) werden wir dann der SG EBT Berlin gegenüberstehen und versuchen unseren Titel erneut zu verteidigen.

Also, am Wochenende Daumen drücken!!!!!     

 

Fortsetzung des Nachtrags folgt…

16. Bundesligaspieltag

Hi Leute,

dieses Wochenende steht das nächste Bundesligaspiel auf dem Plan.
Mein Team (Paderborner Squash Club) spielt gegen die Jungs der Squash Insel Stuttgart, eine stark besetzte Mannschaft, die definitiv mit um den Titel spielen wird.
Zum Glück laufen auch wir am Sonntag ungeschwächt auf. Die Aufstellung des gegnerischen Teams ist noch nicht ganz klar.
Es bleibt deshalb eine Überraschung bis Sonntag ca. 13 Uhr, gegen wen ich mich auf den Court begeben darf.

Bisher ist unsere Saison äußerst positiv verlaufen und wir stehen an der Spitze der Tabelle.
Die letzten Spieltage sind nochmal sehr wichtig, um Selbstvertrauen für die Endrunde zu gewinnen.

Das war es für heute.

Liebe Grüße
Lennart