Nachtrag der vergangenen Wochen - 4. Teil
Finnish International
Am ersten April Wochenende standen die Finnish International auf dem Programm. Bis zur allerletzten Minute stand dabei allerdings nicht fest, ob ich denn überhaupt teilnehmen kann. Eine Knieverletzung machte mir die Woche vorher schwer zu schaffen. Ich hatte starke Schmerzen oberhalb der Kniescheibe, die unter Belastung immer schlimmer wurden. Nachdem ich praktisch täglich bei der Orthopädin unseres Olympiastützpunnkts war und sie auch nicht genau wusste, was es ist, wurde ich sogar zur Kernspintomografie geschickt. Glücklicherweise konnte man keine Verletzung erkennen und alle Knorpel sowie Bänder sind demnach völlig intakt. Daher entschied ich mich trotz Trainingsrückstand und in der Hoffnung, dass mein Knie halten würde, sehr kurzfristig dazu, doch nach Helsinki zu fliegen.
Kurz vor meiner Abreise erreichte mich die Nachricht meiner Mixedpartnerin Annekatrin Lillie, dass sie mit einem grippalen Infekt im Bett liege und unmöglich ein Flugzeug besteigen könne. Das war natürlich sehr schade! So ging ich in Finnland nur in einer Disziplin ins Rennen, dem Herrendoppel.
Mit Ingo Kindervater zusammen waren wir an Position zwei gesetzt und hatten ein Freilos in der ersten Runde. Unser Auftaktmatch bestritten wir dann gegen Khodabux/Oey, eine uns von diversen europäischen Turnieren wohlbekannte Kombination aus den Niederlanden. Ein Zwei-Satz-Sieg brachte uns dabei ins Viertelfinale gegen die russische Paarung Ivanov/Sozonov. Mit 21:14/21:16 konnten wir auch diese Partie siegreich gestalten und ins Halbfinale einziehen. Hier warteten dann die beiden Taiwanesen ChenHong Ling und Lin Yu Lang, die in der Vorwoche bereits die Polish International gewonnen hatten. Nach gutem Beginn konnten wir den ersten Durchgang mit 21:19 für uns entscheiden. Auch zu Anfang des zweiten Satzes lief noch alles nach Plan für uns, bis bei 11:9 plötzlich der Faden riss. Einige leichte Fehler und taktisch falsche Entscheidungen führten zu einem 11:16 Rückstand. Wir kamen zwar noch mal heran, doch der Abstand war zu groß. Nach 19:21 ging es in den Entscheidungssatz. Dieser zog völlig an uns vorbei. Mit 6:21 im dritten Durchgang unterlagen wir schließlich den späteren Turniersiegern und wurden somit dritter.
Dutch International
Mitte April startete ich dann bei den Dutch International. Da Anne wieder genesen war, konnte ich in zwei Disziplinen ins Rennen gehen. Im Herrendoppel waren Ingo und ich abermals an Position zwei gesetzt und hatten daher die erste Runde frei. In der zweiten Runde stand uns dann die stärkste Österreichische Kombination Koch/Zauner gegenüber. Nachdem diese in der laufenden Saison bereits mehrere deutsche Herrendoppel geschlagen hatten, waren wir gewarnt. Dank eines guten ersten und dritten Satzes konnten wir den kleinen Hänger im zweiten Durchgang wettmachen und am Ende ins Viertelfinale einziehen. In der Runde der letzten Acht ging es dann gegen die dänischen Nachwuchscracks Conrad/Kolding. Nach einem kompletten Fehlstart im ersten Satz kamen wir im zweiten Durchgang zwar besser in die Partie, konnten die Begegnung aber nicht mehr drehen und unterlagen am Ende in zwei Sätzen.
Im Mixed starteten Anne und ich mit einem sicheren Auftaktsieg gegen die Israelis Zilberman/Zilberman bevor wir es in der zweiten Runde dann mit den Topgesetzten Claes/Deschamps aus Belgien zu tun bekamen. Nachdem wir den ersten Satz klar gewonnen hatten, mussten unsere Gegner im Verlauf des zweiten Durchgangs leider verletzungsbedingt aufgeben. Wouter Claes hatte sich am Oberschenkel verletzt und konnte nicht mehr weiterspielen. Dementsprechend zogen wir ins Viertelfinale ein. Dort bekamen wir es mit der dänischen Kombination Kolding/Kruse zu tun, die wir dank einer guten Leistung mit 21:16/21:15 bezwingen konnten. Im Halbfinale trafen Anne und ich dann auf Skovgaard/Skaelbaek, eine weitere dänische Paarung. Trotz mehrerer Satzbälle unterlagen wir im ersten Durchgang mit 24:22, bevor wir im zweiten Satz immer besser ins Spiel fanden und diesen sicher mit 21:12 gewinnen konnten. Somit ging die Partie in den Entscheidungssatz. Trotz langer Führung gelang es uns nicht, diesen zu gewinnen und wir unterlagen unglücklich mit 19:21.
Fortsetzung des Nachtrags folgt…
