Freitag, der 13.!
So fühle ich mich momentan auch! Haben grade unser EM-Viertelfinale gegen Russland mit 3:2 verloren. Die Enttäuschung in unserem Team ist natürlich riesig! Unser Ziel, hier eine Medaille zu holen, haben wir damit verpasst.
Die Partie hatte bereits ungünstig begonnen. Johannes und Birgit, das deutsche Mixed, mussten im ersten Match gegen Nikolaenko/Sorokina ran. Ein Spiel, bei dem wir vorher die russische Paarung zwar leicht im Vorteil gesehen hatten, aber dennoch auf eine Überraschung hofften. Die blieb jedoch leider aus und Russland ging durch einen klaren Zwei-Satz-Sieg mit 1:0 in Führung.
In den anschließenden beiden Einzel hatten wir im Vorfeld eher unsere Spieler also Marc bzw. Juliane in der Favoritenrolle gesehen. Glücklicherweise waren beide diesem Druck dann auch gewachsen. Dementsprechend lagen wir nach dem Herren- und Dameneinzel auch mit 2:1 in Führung.
Dann kam das Herrendoppel. Zusammen mit Ingo stand ich dem russischen Spitzendoppel Durkin/Nikolaenko gegenüber. Wir hatten gegen beide im Dezember 2008 bei den Italian International gespielt und verloren, wobei wir damals wahrlich keine Glanzleistung abrufen konnten. Somit wollten wir natürlich „Rache für Rom“ nehmen und unser Team ins Halbfinale spielen. Zu Beginn des ersten Durchgangs kamen wir recht gut in die Partie und führten zur „Halbzeit“ mit 11:9. In der zweiten Hälfte unterliefen uns aber mehr Fehler und wir mussten unseren Kontrahenten den ersten Satz mit 17:21 überlassen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs dann ein klassischer Fehlstart unsererseits. Nach einem 12:4 Rückstand hatten wir uns dann wieder gefangen und begannen unsere Aufholjagd. Bei 19:18 konnten Ingo und ich schließlich sogar in Führung gehen. Allerdings hatten wir unser Pulver dann offenbar verschossen und nach drei Fehlern unsererseits ging das Match an Durkin und Nikolaenko.
Damit war die Partie bei 2:2 wieder völlig offen und das Damendoppel musste entscheiden. Hier mussten Birgit und Huaiwen gegen die russische Kombination Vislova/Sorokina antreten. Leider erwischten unsere beiden nicht ihren besten Tag und unterlagen relativ deutlich in zwei Sätzen. Für die Russen war nach dem Matchball feiern angesagt, für uns leider nur Enttäuschung.
Jetzt werden wir versuchen möglichst schnell nach Hause zu kommen. Für mich persönlich geht es jetzt darum mich auf die zwei anstehenden Uni-Prüfungen im Verlauf der kommenden Woche zu konzentrieren. Badmintonmäßig geht es dann mit einem Bundesliga-Doppelspieltag am nächsten Wochenende und der Turnierserie German Open, All England Open und Swiss Open weiter.
In diesem Sinne euer enttäuschter
Michael
