In knapp einem Monat ist es wieder soweit. Dann startet im ACR in Köln erneut der Pioneer-Junior-Squash-Cup, in diesem Jahr zum 19. Mal. Und trotz der öffentlichen Diskussion über Wirtschaftskrise und Depression; das Interesse ist ungebrochen. Das beweist die große Zahl der Anmeldungen auch in diesem Jahr.
Rund 4 Wochen vor dem ersten Ballwechsel haben sich Sportler aus über 30 Ländern angemeldet. Dass dieses Turnier wirklich ein internationales Weltklasseturnier ist, zeigt sich beim Blick auf die Meldelisten. Dort finden sich unter anderem Ägypten, Belgien, Tschechei, Kanada, Dänemark, Deutschland, England, Estland, Finnland, Frankreich, Guatemala, Hong Kong, Indien, Irland, Jordanien, Kolumbien, Luxemburg, Malaysia, Niederlande, Norwegen, Pakistan, Portugal, Russland, Schottland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Ukraine, USA, Wales und Zypern. Erst gestern kamen die endgültigen Unterlagen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die 4 Athleten anmelden. Darunter ist die wahrscheinlich jüngste Teilnehmerin aller Zeiten, sie ist im Februar erst 5 Jahre! alt geworden und wird in der Kategorie „Girls U13“ spielen.
Täglich gehen bei Martin Reich, dem Erfinder und Turnierdirektor des Pioneer-Cups, weitere Anmeldungen per Mail und Fax ein. „Momentan stehen wir bei 467 Meldungen, es wird wieder ganz schön voll“ grinst er. „Man muss zwar immer mit etwa 50 Stornierungen rechnen, bislang habe ich aber erst 29 Abmeldungen erhalten“ erklärt Martin. Und schon piept das Faxgerät erneut und die nächsten Seiten kommen durch. Diesmal aus Hong Kong, wo noch zusätzliche Informationen für die Aus- bzw. Einreise benötigt werden. Ein Fall für Martin selber. Denn bei den Hotelbuchungen, Planung der An- und Abreise, Organisation der Bustransfers und natürlich auch Buchung entsprechender Trainingscourts wir er von seiner Frau Heike unterstützt.
Die Europäische Squash Organisation hat in diesem Jahr für den Pioneer-Junior-Squash-Cup, wie er offiziell heißt, ausnahmsweise 96-er Felder in den Kategorien Boys U19, U17 und U15 genehmigt, so dass die Jungendlichen dieses Mal die Chance haben, sich von Anfang an mit den Besten ihres Jahrgangs zu messen. Denn bis zum letzten Jahr waren nur 64-er Felder erlaubt. Daher musste aufgrund der hohen Anmeldezahlen parallel ein zweites Turnier gespielt werden, der Cologne Cup. Dies hat natürlich zu Verärgerung und Frustration geführt. „Gottseidank hat man dieses Mal auf uns gehört und die größeren Felder genehmigt“, so Martin Reich. „Das macht das Turnier noch spannender und interessanter für alle Spieler im Kampf um die Weltranglistenpunkte.“
Es ist noch viel zu tun in den kommenden 4 Wochen. Für Martin Reich und sein Team bedeutet das trotz des hohen Organisationsstresses aber auch eine Menge Spaß. Denn wenn am letzten Turnierabend wie immer bei der Player‘s Party alle Nationen und Altersgruppen gemeinsam tanzen, lachen und Spaß haben, dann weiß das Pioneer-Squash-Cup-Team, wofür es sich das alles antut.
